Pressemeldung: „Henry, dafür haben wir Dich nicht gewählt!“

Update:

Vertreter der Bürgerinitiative “Keine Schweinerei” i. Gr. stimmten heute die neuen Unterschriftenlisten zur Herbeiführung Bürgerbegehren mit Vertretern der Bernburger Verwaltung ab. Die formale Gestaltung der neuen Unterschriftenlisten wurde dabei bestätigt. Die spontane Übergabe der bisher gesammelten Unterschriften an OB Schütze fand allerdings nicht statt, da Herr OB Schütze aufgrund einer Sitzung mit seinen Dezernenten nicht abkömmlich war. Die Aktion soll am Freitagvormittag nachgeholt werden.


Der Schock sitzt tief. Über 1.200 Bernburger haben in nur einer Woche mit ihrer Unterschrift bekundet, dass sie gegen die Errichtung einer Schweinegroßschlachtanlage in ihrer Heimatstadt sind. „Henry, dafür haben wir Dich nicht gewählt”, war dabei noch ein relativ freundlicher Kommentar der spontan Unterzeichnenden. Die Unterschriftenlisten zur Erhebung einer ersten Willensbekundung der Bernburger Bürger lagen in 25 Läden, Arztpraxen und in den Kirchen aus.

Auf Vorschlag einer Waldauer Einwohnerin werden die gesammelten Unterschriften und die ersten Protest-Postkarten der sich in Gründung befindlichen Bürgerinitiative “Keine Schweinerei” am Montag, den 24.3.2014 im Rathaus übergeben. Gemeinsam mit den Unterschriften wird Oberbürgermeister Schütze auch noch einmal eine Fassung des offenen Briefes “Be­woh­ner in Sorge” des Bernburger Montagforums vom 10.03.2014 öffentlich überreicht. Bisher warten die Ersteller dieses Fragenkataloges vergeblich auf Antworten der Adressaten.

Die zahlreichen Bekundungen der Bürger gegen die Errichtung einer geplanten Großschlachtanlage in Bernburg nehmen die Initiatoren der Bürgerinitiative “Keine Schweinerei” in Gründung nun zum Anlass, ein Bürgerbegehren zur Herbeiführung eines Bürgerentscheides gegen die Großschlachtanlage einzuleiten. Zum Zeitpunkt finden deshalb zwischen den Initiatoren des geplanten Bürgerbegehrens und der Stadtverwaltung Bernburg (Saale) Abstimmungen zu den Formalien statt.

Als Starttermin für das Bürgerbegehren gilt die öffentliche Bekanntmachung von Vorbereitungen zur Ansiedlung einer Niederlassung des Fleischproduzenten Bresaole Pini in Bernburg anlässlich der Stadtratssitzung am 20.03.2014.

Sechs Wochen bleiben nun Zeit, die notwendigen 3.000 Unterschriften von wahlberechtigten Bernburger Einwohnern zu sammeln. Erst wenn diese vorliegen, kommt es zum eigentlichen Bürgerentscheid, bei dem die Bernburger dann in den bekannten Bernburger Wahllokalen über die Frage “Sind Sie gegen eine Großschlachtanlage in Bernburg?“ mit “JA” oder “NEIN” abstimmen müssen.