Gemeinsame Presseerklärung Bauernbund Sachsen-Anhalt / BUND-Landesverband Sachsen-Anhalt.

Bauernbund und BUND warnen vor weiterer Industrialisierung der Landwirtschaft – Presseerklärung vom 14.03.2014

Brauchen wir einen neuen Megaschlachthof in Sachsen-Anhalt?

Bauernbund und BUND warnen vor weiterer Industrialisierung der Landwirtschaft

Quedlinburg/Magdeburg den 14.3.2014

Die Baupläne des italienischen Fleischkonzern Bresaole Pini, für einen Schlachthof in Bernburg mit einer Schlachtkapazität von stündlich 1000 Schweinen, sehen der Bauernbund, als die Interessensvertreter der bäuerlichen Familienbetriebe in Sachsen-Anhalt und der Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sehr kritisch.

„Ein Schlachthof in derartiger Größe lässt sich nur betreiben, wenn große Schweinepartien von industrialisierten Großbetrieben kommen. Eine derartige Agrarstruktur lehnen wir ab, diese geht zu Lasten der bäuerlichen Familienbetriebe. Die Wertschöpfung muss bei bäuerlichen Betrieben in der Region bleiben“, so Kurt-Henning Klamroth, Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt.

„Auch aus Sicht eines Umweltverbandes lehnen wir derartige Strukturen ab. Industrialisierte Tierhaltungsbetriebe belasten die Umwelt und werden in der Regel in tierwidrigen Aufstallungen gehalten. Der BUND tritt für eine bäuerliche Agrarstruktur ein, die regionale Märkte beliefert,“ so die Landesvorsitzende des BUND, Undine Kurth.

Beide Verbände haben angekündigt, sich zukünftig stärker über die Entwicklung der Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt auszutauschen und gemeinsam gegen eine weitere Industrialisierung der Landwirtschaft zu kämpfen.

Demnächst veranstaltet der BUND in Bernburg einen Infoabend für interessierte BürgerInnen zu den Plänen. Wir werden entsprechend öffentlich einladen.

Für Rückfragen:

Undine Kurth, 0170-4833346
Kurt-Henning Klamroth,0170/9961670